Sensomotorische Frühförderung

»Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande« Johann Wolfgang von Goethe

Die in den ersten 12 bis 18 Monaten erfahrenen Bewegungsmuster sind Basismuster, denn sie bilden die Grundlage für die spätere Entwicklung. In kleinen und großen Entwicklungsschritten erwirbt ein Kind die Handlungsfähigkeit für den gezielten Einsatz seines Körpers. Im genannten Entwicklungszeitraum erlebt das Kind seinen Körper und seine Umgebung überwiegend durch sein Bewegungssystem.

Die Sinneseindrücke (Sensorik), ihre Verarbeitung und die Reaktion darauf sind eng mit der Motorik verknüpft und lassen sich nicht trennen. Die auf diese Weise entstehende Funktionseinheit bezeichnet man als Sensomotorik.

Frühe sensomotorische Förderung unterstützt und begleitet Ihr Baby während seiner Aufrichtungsprozesse, da gerade die frühkindlichen Entwicklungsphasen durch eine hohe Beeinflussbarkeit gekennzeichnet sind.

Elternberatung und Anleitung im Handling ermöglicht die frühe Förderung des Säuglings auch in den Alltag zu integrieren und anfängliche Verzögerungs- oder Entwicklungsrückstände positiv zu beeinflussen.

Das individuelle Potential eines Kindes ist gerade bei Neugeborenen und Säuglingen nicht sicher vorhersehbar und wir erleben in unserer täglichen Praxis immer wieder, dass kleine Hilfestellungen oft »Großes« bewirken.

Hat ein Kind seine individuelle Basismuster entwickelt, greift es zeitlebens bei neu zu lernenden Funktionen darauf zurück, z.B. im Beruf, beim Autofahren oder beim Spielen eines Instruments.