orthopädische Krankengymnastik

bei Vorzugshaltung, Hüftdysplasien, Fußfehlhaltungen im Säuglingsalter

Jedes Kind ist einzigartig und vollzieht die Entwicklungsschritte von seiner Geburt bis zum freien Laufen entsprechend individuell.

Gerade die in den ersten 12 Monaten etablierten senso- und psychomotorischen Muster sind sogenannte Basismuster, die im Gehirn »kartiert« und als Orientierungsstrukturen für die gesamte Aufrichtungs- und Entwicklungsdynamik benutzt werden.

Insbesondere im 1. Entwicklungstrimenon, den ersten 3 Lebensmonaten, werden besonders häufig nach für Mutter und Kind schwierigen, langwierigen Geburtsverläufen, z.B. bei Beckenendlagen, Querlagen, Sternenguckern, Zwillingsgeburten, konstante Fehlhaltungen (C-Lage des Rumpfes), Kopfschiefhaltungen (KiSS-Syndrome), Hüftdysplasien, Schädelverformungen und vieles mehr als behandlungsbedürftige Anpassungsschwierigkeiten beobachtet, auch Fußfehlhaltungen wie: Sichel-Hacken-Klumpfüßchen.

Unbehandelt können diese Befunde vielseitige Störungen in der Aufrichtungsdynamik im Lauflernalter z.B. Beinachsen- und Gangkoordinationspropleme, Wirbelsäulenfehlstellungen wie Rundrücken, Hohlkreuz, Skoliosen, verursachen sowie die spätere biomechanische Gesamtkonzeption, der Haltungs- und Bewegungsqualität des Erwachsenen negativ beeinflussen.

Die ganzheitliche Konzeption unserer Praxis beinhaltet grundsätzlich konzeptübergreifend Behandlungselemente aus den Therapieformen: Bobath, Vojta, Kinderosteopathie, sensorische Integration, funktionelle Bewegungslehre, orofaciale Regulationstherapie nach Castillo Morales.

Gerade in diesem sehr frühen Entwicklungsalter ist die Beratung der Eltern bezüglich des sogenannten Handlings, d.h. z.B. C-lagenkorrigierende Lagerung, Vermeidung von Asymmetrien, richtiges Tragen, Hochheben, Einstellung der »erarbeiteten Übungsabläufe« wie z.B. Reflexumdrehen nach Vojta oder die Behandlung der kleinen Füßchen ein ganz wichtiger Behandlungsschwerpunkt.

Langjährige vertrauensvolle interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Kinderärzten, Kiniken, Orthopäden, Kieferorthopäden, Augen- und HNO-Ärzten sowie logopädischen und ergotherapeutischen Kollegen ermöglichen uns eine optimal koordinierte Therapieplanung- und Ausführung.