Kinderosteopathische Therapie
bei Früh-, Neugeborenen und Säuglingen

»Ein gutes Resultat bei einem Kind zu erzielen zählt doppelt« (A good result on a child is a result by the double) Dr. Andrew Taylor Still

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Richtung der Medizin, deren Philosophie und Behandlungsmethodik im 19. Jahrhundert durch den amerikanischen Arzt Dr. A.T. Still, M.D., D.O. (1828-1917) begründet wurde und findet zunehmend Beachtung und Wertschätzung in den Fachbereichen Kinderheilkunde, Orthopädie und der Inneren Medizin.

Die Kinderosteopathie ist eine Spezialisierung innerhalb der Osteopathie: Da Kinder keine "kleinen Erwachsenen" sind, ist eine Erweiterung der osteopathisch-fachlichen Kompetenz unter anderem in Embryologie, Anatomie, Schwangerschafts- und Geburtsproblematiken, frühkindlicher Reflexologie, Entwicklungsphasen der Fortbewegung, Motorik, Neurosensorik und Sozialisation, der Psyche und des Denkvermögens wichtig und erforderlich.

Wir sind nach amerikanischem Standard von hochqualifizerten ärztlichen Lehrern u.a. der Deutschen Gesellschaft für Osteopathische Medizin im Bereich Kinderosteopathie von Prof. Jane E. Carreiro, D.O., Professor, Director of Graduate and Continuing Medical Education der University of New England, College of Osteopathic Medicine, USA, in langjähriger Ausbildung weitergebildet. Damit gehören wir zu den nach europäischen und international anerkannten Richtlinien qualifizierten osteopathischen Therapeuten. (>> Qualifikationen)

Insbesondere bei frühkindlichen Regulations-und Entwicklungsstörungen im 1. Lebensjahr kann die kinderphysiotherapeutische Behandlung mit kinderosteopathischer Therapietechniken im ganzheitlichen Sinne erweitert und ganz wesentlich unterstützt werden.

Dieser frühe Entwicklungszeitraum mit allen "offenen Türchen" besteht im Prinzip aus zwei grundlegenden biologischen Vorgängen: Wachstum und fortschreitende Differenzierung aller Zellen, Gewebe und Organsysteme (die größte Wachstumsgeschwindigkeit ist im intrauterinen Leben). Für eine zielgerichtete therapeutische Intervention bestehen damit die optimalen Vorausetzungen. Nach dem 1. Lebensjahr nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit in Relation kontinuierlich ab.

Mit den sehr sanften kinderosteopathischen Techniken, die die »Verletzlichkeit« des Säuglings berücksichtigen, werden sogenannte Spannungsmuster, die das Gesamtkörpermuster in Struktur oder Funktion "negativ" beeinflussen oder in seiner Entwicklung einschränken können, durch umfangreiche manuelle Untersuchung lokalisiert und mit sanftem Druck korrigiert bzw. durch die Hände des Behandlers gelöst.

Häufige Indikationen für eine kinderosteopathische Behandlung sind:

  • Anpassungsschwierigkeiten nach Geburtskomplikationen wie Beckenendlagen, Geburtsstillstand, Sternenguckern, Zwillingsgeburten, Frühgeburten
  • Selbstregulationsstörungen des Frühchens wie z.B. Saug-, Trink-und Schluckschwäche
  • Entwicklungsstörungen des Neugeborenen nach erschwerter Geburt
  • Störungen des Schlaf-Wachrhytmus mit entsprechender Übererregbarkeit und vermehrtem Schreien (Schrei-, und Spuckbabies)
  • Verdauungsprobleme, Schluckauf, 3-Monatskoliken (Blähungen)
  • sensomotorische Entwicklungsauffälligeiten mit verzögerter Aufrichtung
  • Muskeltonusregulationsstörungen wie Überstreckungsneigung, Vorzugshaltungen des Kopfes, KiSS Syndrom, Bevorzugung einer Körperseite
  • Schädelknochenasymmetrien
  • frühkindliche Wahrnehmungs-, Aufmerksamkeits-und Koordinationsstörungen, Hyperaktivität bei Kleinkindern
  • Fehlhaltungen mit mangelhafter Haltungskontrolle und vieles mehr…

Insbesondere das kinderosteopathische Konzept basiert darauf, nicht die Symptome zu behandeln, sondern nach sorgfältiger, umfangreicher Analyse von Funktionsstörungen deren Ursachen. Speziell die frühe Behandlung soll die optimalen anatomischen Rahmenbedingungen für ein biomechanisch und bioenergetisch gesundes Wachstum und eine entsprechend optimale Enwicklungsdynamik des Babys schaffen.