Sensorische Integrationstherapie nach Jean Ayres (SI)

Die amerikanische Wissenschaftlerin und Ergotherapeutin A. Jean Ayres, Ph. D. arbeitete u.a. am Hirnforschungsinstitut der University of California in Los Angeles und widmete »den Eltern von Kindern mit Entwicklungsproblemen und den Kindern, die diese Probleme haben« ihre Forschungsarbeit und ihr Therapiekonzept.

Die SI-Therapie, in der wir u.a. an der Deutschen Akademie für Entwicklungsförderung und Gesundheit des Kindes und Jugendlichen in München, ausgebildet wurden, stellt seit über 25 Jahren im Kontext mit Bobath, Vojta und anderen Konzepten ein grundlegendes Behandlungsprinzip unserer Kindertherapie dar.

Grundlage der motorischen Handlungsplanung und einer koordinierten Reihenfolge der Bewegungsabläufe stellt die sog. geordnete Integration unserer Sinneseindrücke aus den Augen – visuelle Wahrnehmung, Ohren-auditive Wahrnehmung, Gleichtgewichtssinn-vestibuläre Wahrnehmung, Tiefensensibilität, Geschmacks- und Geruchsempfindung in unser Gesamtkörpersystem.

Stabilität unserer Körperhaltung, Gleichgewicht, Kommunikation durch Gesten und Sprache stehen in direkter Abhängigkeit dieser funktionalen Prozesse.

Kinder mit sensorischen Integrationsstörungen neigen aufgrund ihrer Schwierigkeiten und Einschränkungen häufig zum »Angriff« oder »Rückzug«, auch zu Vermeidungsstrategien und zeigen zuviel oder auch zu wenig Vertrauen in sich z.B. beim Rennen, Klettern, Toben u.s.w.

In einer liebevoll kindgerecht gestalteten Umgebung behandeln und begleiten wir als erfahrene Kindertherapeutinnen sensibel und einfühlsam kleine zerstreute Professoren, ungestüme Wirbelwinde, den Zappelphillip, aber auch den einzelgängerischen Träumer oder den agressiven Raufbold, deren Verhaltensauffälligkeiten sehr häufig auf Wahrnehmungsstörungen beruhen.

»Förderung der Ideation, motorischer Handlungsplanung und geschickter Interaktion mit der materiellen Welt« (Jean Ayres) und damit auch Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten in Begleitung der vertrauten Therapeutin stärken das Selbstvertrauen und die Selbsteinschätzung des Kindes – eines der wichtigsten Ziele in nahezu jedem pädiatrischen Behandlungsplan.

Nach unserer Erfahrung werden dem behandelten Kind signifikante sensomotorische Leistungsverbesserungen ermöglicht und einige Türen sehr viel leichter geöffnet.