Frühchen

»Viel zu früh und viel zu klein, aber nicht allein...«

Liebe Frühcheneltern,

die Überlebensgrenze für extrem frühgeborene Kinder liegt heute bei der 23. bis 25. Schwangerschaftswoche! Viel zu frühe Konfrontation mit Umweltreizen wie Licht, Technik, Schmerz, Lärm, Schwerkraft... das »Ankommen« des Kindes auf einer Intensivstation macht den sehr frühen, sehr intensiven Eltern-Kindkontakt extrem wichtig. Hochprofessionelle und koordinierte Betreuung der Kleinen und familienorientierte Frühgeborenenmedizin in neonatologischen und intensivmedizinischen Abteilungen der Kinderkliniken spielen primär eine bedeutende Rolle für die langfristige Perspektive frühgeborener Kinder und deren Familien. Die individuelle, vor allem reifeadaptierte und ressourcenorientierte Entwicklungsförderung nach Turbolenzen rund um die vorzeitige Geburt und intensivmedizinischer Betreuung ist seit über 30 Jahren ein ganz besonderer Tätigkeitschwerpunkt unserer Praxis.

Unsere langjährig erfahrenen Kindertherapeutinnen sind sorgfältig ausgewählt und ausgebildet, sodass sie gerade die »Kleinsten« sensibel und einfühlsam in der so wichtigen hoch sensiblen Frühentwicklungsphase behandeln können.

Kindzentrierte, konzeptübergreifende Therapie nach Bobath, Vojta, Säuglings-und Kinderosteopathie, orofaciale Regulationstherapie nach Castillo Morales u.v.m. ermöglichen uns der höchst verantwortlichen Aufgabe Frühchen und Frühcheneltern zu begleiten vielseitig gerecht zu werden.

Regulation von Saug-Trink-Schluckschwächen, Anpassungsschwierigkeiten des sensomotorischen Systems, Störungen des Schlaf-Wachrhythmus, Beratung bei Stillproblemen und Känguruhing sind weitere Inhalte unserer frühen Entwicklungsbegleitung.

Wie Sie ihr Baby gut lagern können, wie Sie es hochnehmen, in seiner sensomotorischen Entwicklung anregen und unterstützen können und den Tagesablauf seinen speziellen Bedürfnissen angepasst strukturieren, sind beispielsweise grundlegende Elemente unserer Elternberatung.

Unser gemeinsames Ziel sollte dabei sein, durch eine sanfte, stressfreie und ressourcenorientierte Integration Ihres Kindes die sehr frühen Stolpersteinchen aus dem Weg zu räumen und den kleinen Frühstartern liebevoll zuversichtlich die bestmögliche senso/psychomotorische Entwicklung zu ermöglichen, denn:

»Frühchen haben gute Chancen, wenn man ihnen hilft!«

»Das schwierigste bei Frügeborenen ist vorauszusagen, was aus ihnen wird. Ganz sicher kann man das eigentlich nur, wenn sie in meinem Alter sind.«

Dies erklärt der Begründer der deutschen Neonatologie Prof. Arvo H. Ylppö (selbst ein Frühchen) im Alter von 98 Jahren seinen Kollegen, er wurde 104 Jahre alt. Diese Aussage des renommierten Kinderarztes und Prof. für Pädiatrie, international bekannt und geehrt für seine Forschung und Verdienste in der Neonatologie bestätigt uns allen, wie schwer verlässliche Prognosen, auch in Abhängigkeit von Grad der Unreife, erlittene Komplikationen, Geschlecht des Kindes, Dauer der künstlichen Beatmung, Länge des Aufenthaltes im Krankenhaus sind.

Das bedeutet: »Alles kann, nichts muss...«